5 Whatsapp-Alternativen für eine sichere Kommunikation in der Aus- und Weiterbildung

Messenger-Dienste sind super – insbesondere, wenn im Unternehmen noch keine alternativen Lösungen vorhanden sind. Durch sie ist viel einfacher und schneller geworden, mit allen Nachwuchskräften direkt zu kommunizieren. Azubi-Tag planen? Kein Problem. Einfach eine WhatsApp-Gruppe erstellen, das Orga-Team einladen und schon kann das Projekt beginnen. Whatsapp ist wirklich super simpel konzipiert. Jeder kann den Dienst weltweit nutzen – plattformunabhändig und sogar mit einer niedrigen Datenrate.

Aber muss es wirklich immer der Marktführer WhatsApp sein?

Schließlich ist der Dienst aufgrund der undurchsichtigen Datenschutzbestimmungen ständig in der Kritik. Gerade als Ausbildungsbetrieb sollten Sie so etwas nicht akzeptieren. Grund genug, sich den Messenger-Markt mal genauer anzuschauen. Folgende Alternativen finden wir genauso gut und in Bezug auf den Schutz der eigenen Daten auch zielführender (keine Rangfolge):

Signals

Der Messenger-Dienst Signals von Open Whisper Systems ist durch Edward Snowden bekannt geworden, seit er ihn uneingeschränkt empfielt. Richtig ist, dass der Dienst eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung besitzt und dadurch sichere Textnachrichten und abhörsichere Telefonate durchgeführt werden können.

Auch für den Desktop wird ein Chrome-Client angeboten, was uns sehr gut gefällt. So kann man den Messenger auch während des Tagesgeschäfts nutzen – ohne ständig das Smartphone verwenden zu müssen. Bilder/Dokumente können auch mit den Textnachrichten versendet werden. Der Funktionsumfang ist zwar nicht so hoch wie bei Whatsapp, dafür kann man sicher sein, dass kein Dritter mitlesen kann. Einziges Mako: Die Server stehen nicht in der EU, sondern in den USA.

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Threema

Threema ist Ihnen bestimmt schon bekannt – denn der Dienst war einer der ersten Messenger, bei denen die Sicherheit höchste Priorität hat. Der Schweizer Anbieter versichert, dass der Datenschutz und die Datenhoheit für jeden Nutzer kompromisslos eingehalten wird. Es soll weder für den Betreiber, noch für unbefugte Dritte die Möglichkeit geben, Daten einzusehen oder Nachrichten mitzulesen.

Einzelne Teammitglieder nutzen Threema privat nur noch und sind sehr zufrieden. Das Einzige was fehlt, ist ein Desktop-Client. Der soll aber noch in 2017 zur Verfügung stehen. We like!

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Protonet Messenger

Den Protonet-Messenger nutzen wir selbst für die Kommunikation und Abstimmung im Team, da wir mehrere Protonet-Server im Einsatz haben. Die Daten liegen auf dem eigenen Private-Cloud-Server oder – je nach Leistungspaket – auf den Servern der Protonet GmbH in Deutschland. Wir sind mit dem Messenger ganz zufrieden, obwohl er nicht den vollen Funktionsumfang von WhatsApp bietet.

Eine selbständige Registierung neuer Nutzer ist nicht möglich und auch nicht gewollt. Der jeweilige Admin eines Projektes kann über die allgemeine Benutzeroberfläche neue Nutzer per E-Mail ein- und wieder ausladen. Das finden wir sehr nützlich. Zudem beschränkt sich die Datenangabe auf das Nötigste (E-Mail, Name, Zusatzinfo auf Wunsch).

Die Kommunikation untereinander funktioniert gut und reibungslos. Dateien können ebenfalls eingebunden und verteilt werden. Allerdings wird die Kommunikation bei vielen Gruppen ein wenig unübersichtlich und wir vermissen die ToDo-Funktion im Messenger, die wir in der Browseransicht intensiv nutzen.

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Skype for Business

Falls Ihr Unternehmen stark auf die Dienste von Microsoft setzt, werden Sie Skype for Business bestimmt schon nutzen. Der Dienst kann auf eigenen Servern oder im Rahmen der Microsoft Cloud-Dienste genutzt werden. Vom Funktionsumfang vernünftig liegt der Fokus zwar immer noch auf der Video-Telefonie – aber auch ale Messenger ist Skype durchaus brauchbar. So einfach und übersichtlich, wie bei den anderen Messengern ist Skype allerdings nicht. Schade, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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Wire

Dieser Messenger-Dienst vom Berliner Anbieter Wire Swiss ist noch relativ unbekannt. Zu Unrecht, denn der Messenger Wire ist optisch sehr ansprechend gestaltet und funktioniert tadellos. Neben Textnachrichten und Bildern ist auch das Versenden von Sprachnachrichten möglich –  alle mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Gruppenchats mit bis zu 128 Teilnehmern sind zudem möglich. Das finden wir besonders gut für die Teamorganisation innerhalb der Ausbildungsabteilungen.

Ein Desktop-Client ist ebenfalls vorhanden – echt gut! Die Server stehen jedoch nicht ausschließlich in Deutschland, sondern innerhalb der EU. Immerhin.

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#Slack, Hipchat, Facebook Messenger und viele weitere Dienste haben wir in unserer Übersicht erst gar nicht berücksichtigt, da sie unseren Ansprüchen nach Datensicherheit und-hoheit allesamt nicht entsprechen (wie bei Whatsapp). Bestimmt existieren noch viele weitere Messenger-Dienste, die den Datenschutz sehr gut abdecken, daher freuen wir uns über Emfehlungen über die Kommentarfunktion.

Am besten ist es natürlich, auf einen firmeninternen Messenger-Dienst zurückzugreifen. Zahlreiche Open Source-Projekte machen es möglich, einen eigenen Firmen-Messenger zu implementieren. Dafür benötigt man allerdings die notwendigen personellen und zeitlichen Ressourcen. Die Software muss schließlich gewartet und kontinuierlich aktualisiert werden. Oft bieten auch moderne ERP- und HR-Systeme eine Messenger-Funktion an. So muss man sich zumindest nicht um die Wartung kümmern…

Wie sieht es in Ihren Unternehmen und in Ihrer Ausbildungsabteilung aus? Nutzen Sie auch Messenger? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!

 

Photocredits: pexels.com/anton (CCo Lizenz)

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